Spanische Partie (Erste Schritte zur Einleitung)

Beiträge zur Theorie der Schacheröffnungszüge
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Volkmar Höhne
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Spanische Partie (Erste Schritte zur Einleitung)

Beitrag von Volkmar Höhne » Freitag 23. Dezember 2016, 14:10

Für den Überblick siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Spanische_Partie

Die Königin der Eröffnungen stellt die Spanische Partie dar, welche nicht nur schwierige positionelle Probleme stellt, sondern zudem reich ist an taktischen Finessen. Die folgenden Beispiele befassen sich mit einigen "Fallstricken" und brisanten Zugfolgen bereits in den Anfangszügen:

Zunächst die "Mortimer-Falle":
Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=wbxTzTSZbgc

Dann eine scharfe Variante:


Nun ein weiteres Beispiel:



Und hier ein Beispiel mit einer fehlerhaften Rochade im 7.Zug!


Diese Partie verdeutlicht das positionelle Problem für Schwarz in der Spanischen Partie. Der weiße Läufer auf b5 bedroht das Zentralfeld e5 bzw. den dort befindlichen schwarzen Bauer zunächst indirekt, und auch wenn Schwarz seinerseits mit seinem Springer auf f6 und seinem Läufer auf c6 (nach dem Zwischentausch LxSc6 LxLc6) den weißen Bauer auf e4 angreifen kann, ist die Gefahr nicht gebannt, da Weiß seinen Bauer schließlich mit Springer und Turm abdeckt und so taktisch den schwarzen Bauer auf e5 zu erobern droht. So ist Schwarz gezwungen mit exd4 die Zentrumsstellung mit seinem Bauern sowie damit Raum in der Mitte des Bretts aufzugeben. Fazit der "Steinitz-Verteidigung" also: Weiß hat Übergewicht im Zentrum und steht so dank seines Anzugvorteils etwas besser; Schwarz muß sich somit noch "strecken" in einer recht passiven Stellung.

An die Wand gedrückt wird der Nachziehende in folgender Variante:


Matte Eröffnungsbehandlung

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