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Einblick in die Arten der Schachkomposition
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Volkmar Höhne
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Studienteil

Beitrag von Volkmar Höhne » Freitag 30. Dezember 2016, 17:20

Hier könnte der Platz für eine kleine Sammlung von Studien sein.

G.Grzeban, Polen 1961

Weiß zieht und gewinnt
1.Tb8 Tc7 (erzwungen) 2.Kd8 Tf7!? (Nach 2...Tb7 3.Txb7 d1D 4.Tb8 könnte Schwarz das Matt nur durch das Opfer der Dame um einige Züge hiausschieben.) 3.gxf7 Kh7 ( 3...d1D bedeutet Zugumstellung) 4.f8D d1D (4...Kg6 5.Tb5 mit baldigem Matt.) 5.Df5+ Kh6 (5...g6 6.Tb7+) 6.Dg5+ Kh7 7.Tb7 nebst Matt. Dieses Beispiel ist nicht schwer und hier so mit dem originalen Kommentar seines Autors versehen.

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Volkmar Höhne
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Studienteil (II)

Beitrag von Volkmar Höhne » Montag 2. Januar 2017, 18:49

L.Prokesch, CSSR Olympiaturnier 1960

Weiß zieht und hält unentschieden.
Nach 1.Tf2 hat Schwarz zwei gleichartige Möglichkeiten: 1...Kd4 und 1...Kb4.
Falls 1...Kd4 so 2.Ta2! Kd3 3.Ta3 Kd2! 4.Ta4! Kd3 5.Ta2=
und falls 1...Kb4 so 2.Te2! Kb3 3.Te3 und weiter entsprechend der ersten Variante.

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Studienteil (III)

Beitrag von Volkmar Höhne » Dienstag 3. Januar 2017, 12:01

A.I.Kantorowitsch, UdSSR 1952

Weiß zieht und gewinnt
1.g7 Td8 2.Te6+ Kf3 (oder 2...Kd4 3.Td6+) 3.Tf6+ Kg3 4.Tg6+ Kh3 5.Kg1 (nicht 5.g8D? Txg8! mit Patt.)5... Tg8 6.Kf2 Kh2 7.Tg4! (nur so!) 7...h3 8.Tg3! Zugzwang! Ebenfalls bei 7...Kh3 8.Kf3 Zugzwangstellung für Schwarz.
Aber nicht 7.Th6? h3 8.Th7 Ta8 usw. Auch nicht 7.Tg2+? Kh3 8.Kf3 Tf8! und schließlich nicht 7.Kf3? wegen 7...Kh1! 8.Kg4 h3 9.Kxh3 Txg7! (oder 9.Kh5 h2 10.Kh6 Txg7 jeweils mit schönen Pattstellungen.

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Studienteil (IV)

Beitrag von Volkmar Höhne » Mittwoch 4. Januar 2017, 17:07

A.Herberg, München 1962

Weiß zieht und gewinnt
1.Tb2+ Kd3 2.Txh2 Txa6 3.Th6!(Dieser Schlüsselzug droht einfach 4.d7!) 3...Ta5 (ist noch die beste Verteidigung.) 4.Th5 Ta4+ 5.Kf5 Ta5+ 6.Ke6 Txh5 7.d7+-

M.Seppälä, Finnland 1962

Weiß zieht und hält unentschieden
1.h6 e3 2.h7 e2 3.Td4+ Kc1 4.Te4! Txe4 (4...Th8 5.Txe2=) 5.h8D Te3+ (5...e1D?? 6.Db2+ Kd1 7.Dc2#) 5-Ka2 e1D 6.Db2+ Kd1 7.Dc2+! Kxc2 und Patt!
Oder 3...Ke1 4.Te4! Tb8+ 5.Tb4 Td8 6.Td4 usw.

A.Herberg, München 1962

Weiß zieht und gewinnt
1.Kf3! (Schlüsselzug!) Ta4 2.Tg4! Ta3 3.Ke4! Ta4+ (denn 3...Tb3 geht nicht wegen 4.Tg6 Tb5 5.Kd4 Kb2 6.Kc4 und damit wird der Sinn des Schlüsselzuges klar! Auch 3...Ta6 scheitert an 4.Tg6 Ta5 5.Kd4+-) 4.Kf5 Ta5+ 5.Ke6 Tb5 6.Ta4+ Kb2 7.Ta6! und Weiß gewinnt routinegemäß. Z.B. 7...g5 8.Kd6 g4 9.Kc6 Tb3 10.b7 g3 11.Ta8 g2 12.Tg8+-
Die Feinheiten dieser Studie stecken im Detail.
Bereits nach dem naheliegenden 1.b7? hält Schwarz mit 1...Tb8 (jedoch nicht 1...Ta2+? 2.Kf3 Tb2 3.Tg1+ Ka2 4.Tg2!+-) remis: 2.Tb6 (Oder 2.Txg7 Kb2 3.Ke3 Kc3 usw.) g5! 3.Kf2 Ka2 4.Ke4 g4=
Falls 1.Txg7? so 1...Tb8!=
Und wenn 1.Ke3? so 1...Ta4 2.Kd3 Kb2 3.Tg2+ Kb3 4.Tg1 Kb2 5.Txg7 Tb4 6.b7 Kb3 7.Tg1 Kb2=
Nach 1.Kg3! endlich erzielt Schwarz das Remis mit 1...Ta4 2.Tg4 Ta3+ 3.Kf4 Tb3 4.Tg6 Tb5=

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